Vielliebe Freunde, Schlaraffen hört und senkt die Schwerter!
Große Trauer herrscht in unserem sonst so fröhlichen Reyche Am Erlenanger.
Leider müssen wir den Ahallaritt eines unserer Schlaraffenbrüder mitteilen:
Ritter Videlodri der Regnitzstromer Urs, Erb
( Profan Holger Rinke, Kaufmann, 68 J. )
Wir trauern um unseren Rt Videlodri, der nach jahrelanger
Bresthaftigkeit den einsamen Ritt gen Ahall antreten musste.
Bedingt durch sein Leiden, das er mit mustergültiger Geduld
ertrug, konnte er unsere Sippungen schon lange nicht mehr
besuchen. Denn gerade an unseren Sippungsabenden musste er
zur Dialyse!
Doch im Herzen ist er immer Schlaraffe geblieben!
Gerne erinnern wir uns an seine großzügige
Spende, als er
unserem Reych ein Musterexemplar von Uhu schenkte, der in
einem wundervollen Gehäuse die Sippungen
überwacht. Und
oftmals erfreute er als begeisterter Hobbykoch das Reych mit
seinen Künsten. Wir verlieren einen leisen Sassen, dem
wir
ein ehrendes Gedenken bewahren wollen.
Wir gedenken unseres Ritters Videlodri mit einer Ahallafeyer am 12.1.153, in unserer Erlenburg.
* * *
60 Jahre Rt Comundur das Uhuküken

Unser ältester Sasse, sowohl profan als auch schlaraffisch, feierte am 10. Windmond sein 60. schlaraffisches Wiegenfest. Viele Freunde ritten an diesem Tag in unsere Erlenburg ein, sie kamen bis aus dem fernen h.R. Ante Portas Mundi.
Die
Feier wurde von OI Rt MerkantErl mit einer Laudatio auf den
Jubilar eingeleitet. Er erinnerte humorvoll an den ersten Einsatz der
Waldkauzkette a.U. 93 und an die langjährige Funktion des Rt.
Comundur als
Oberschlaraffe a.U. 113 bis 123. Von seinem Burgknäpplein Rt
C-vier (339)
erhielt er den Orden "Kreuz am Halsband" des h.R. Ante Portas Mundi
und zu seinen Ehren spielte er am Clavicimbel das bekannte
Prelude: Regentropfen des ES Polonaise (Chopin).
Es folgten noch Beiträge von und über Rt Comundur von Rt Sag-so-krates, Rt Herz-so-Phil (208), Rt I-Hi-carus und vielen, vielen anderen, deren Aufzählung den Rahmen dieses Berichtes sprengen würde. Zum Abschluss wurde Rt Comundur noch mit einem Ehrenritt geehrt.
Herbstausflug
mit ungeplantem Zwischenfall am 10. September 2011 kurz vor der “Götterdämmerung König Ludwig II"

König Ludwig ruft aus Bayern
seinen
Todestag zu feiern.
Ein Schloss am Chiemsee war
erdacht
noch größer als Versailles in seiner Pracht.
Die
Planung läuft - man will dort hin
ein Ausflug ist doch sicherlich
Gewinn.
Wie jedes Jahr holt man den Bus
die Fahrt soll werden ein
Genuss.
Die Sonne
lacht vom Himmel blau,
der Reiseleitung wird's im
Magen flau,
die „Mittagssuppe" rückt in weite Ferne,
der Stau der Auto's kommt am
Samstag gerne
Wir
schaffen's nie rechtzeitig zum Hotel
die Burgfrau denkt im Notfall äußerst
schnell.
Wenn auch Schlaraffen noch im
Busse selig schlafen
wird angepeilt ein rettend’ Hafen
Doch sieh,
Uhu schickt Retter in der Not
mit Würstchen, Senf und auch mit Brot,
so einfach an der Straße - für den ganzen Bus
kein Schlaraffe hungern muss.
Wer
Suppen für den Mittag plant,
der hat vom Stau noch nichts
geahnt,
so gibt's die Suppe halt bei
Nacht
am Ende haben alle g'lacht.
Rt. A-to-micus
Fahrendmeldung auf Wienerisch
K Rt. Klimax in die westfälischen Gaue (er hat seine
Wurzeln im profanen Wien), veranstaltete das h.R. Am Erlenanger am 21. des Heumondes 2011 eine
Abschiedskrystalline die ihresgleichen sucht. Es floss reichlich Wiener Blut in
Form von wunderschönen musikalischen Vorträgen, Liedern und Texten. Auch fand
eine geographische Einstimmung unseres Ritters auf seine neue Wahlheimat statt.
Musste er vor Jahren doch die geliebten Wiener und bajuwarischen Gaue schon zur
„Perle des mittleren Franken“ verlassen, so steht ihm nun eine weitaus
umfangreichere Veränderung bevor, vor allem was die Sprache und das leibliche
Wohl angeht. Unser Rt. Üb-er fechste zu diesem Anlaß einen wunderschönen
Bierdeckel und von Rt. Cantomas, dem Organisator des Festes, wurde ihm im Namen
des Reyches eine Wetterfahne in Form eines Uhupärchens überreicht zur Zierde
der künftigen Heimburg. Möge Uhu ihm immer die Richtung zu seinen schlaraffischen
Wurzeln anzeigen. Wir hoffen, daß er eine herzliche Aufnahme in der „schlaraffischen
Diaspora“ erleben wird. Unser „Klimi“ jedenfalls hat sich sakrisch gefreut! An
dieser Stelle sei allen, die am Gelingen dieses herrlichen Abends mitwirkten,
noch einmal von Herzen gedankt.
* * *
Vielliebe Freunde, Schlaraffen hört und senkt die Schwerter. In Wehmut umfloren wir unser Reychsbanner mit dem Band der Trauer, denn unser
Ritter Mesonicus der Globe-Trotteur Urs, Erb,
Träger
vieler Titel schlaraffischer Freundschaft (Profan: Peter-Jürgen Meyer, Dipl.Ing.,
Erlangen, geboren am 29.6.1936 in Grünberg) ist in den Nachmittagsstunden des
12. August 2010, nach langer Bresthaftigkeit aus dieser unserer Welt abberufen
worden, um an der ewigen Rittertafel in Ahall seinen Platz zu finden. Wir alle
sind sehr betroffen.
Sein schlaraffischer Lebensweg begann, unter seinem Paten Rt Lulupullus (232),
am 20.10.124 als Knappe 178 in unserem Reych, er wurde am 21.2.126 zum Junker
Peter-Jürgen erhoben, um im folgenden Jahr, am 20.2.127 zum Ritter Mesonicus
geschlagen zu werden.
Gleich zu Beginn seiner Zugehörigkeit engagierte er sich, zusammen mit seiner
Burgfrau, in mühevoller Hingabe uns Erlanger Sassen die Polonaise zum
stattfindenden Faschingsball beizubringen, für uns ein großer Spaß, für ihn,
den Perfektionisten, war er doch begeisterter Turniertänzer, eine Zumutung!
Seine Knappenprüfung hat er seinerzeit mit den drei anderen Kandidaten taktisch
"platzen" lassen, um eine Wochung später, diese mit Bravour zu
bestehen. Als Ritter jedoch, war er eher einer der Stillen im Reych.
Wir gedenken unseres Ritters Mesonicus anlässlich unserer Ahallafeyer am
4.11.151, in unserer Erlenburg.
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Ein neuer Großursippe und dreimal Brillanten

Überaus feierlich fanden die Ehrungen in der 1996 Sippung statt. Rt Bruzzel wurde zum GU erkürt, der bereits 50 Jahre Schlaraffe sein durfte. Die Überreichung der Brillanten zum GU-Orden für die Rt Aqua-Nit, Comundur und Sag-so-krates erreichte ihren Höhepunkt beim Klang „Lulu Praga" und der Laudatio durch unseren Sprengelfürsten Rt Allhatschi Gecko, welcher am Thron Platz genommen hatte. Ein feierlicher Ehrenritt mit Humpen beschloss den offiziellen Teil. Nach der Schmuspause sprach Rt Canevas in aller Freundschaft für Rt Bruzzel, der sich als „Waldler" mit Bärwurz bedankte. Es folgte die Überreichung der Urkunden an die Rt Sag-so-krates und Rt Aqua-Nit, insbesondere erhielt Rt Comundur eine Urkundt mit dem Bild der Sassen des h.R. Ante Portas Mundi. Die Burgmusikanten erfreuten mit Steffika-Polka und Walzer. Rt Van Tast und Rt Poly-Histor wagten in ihrer Laudatio den Versuch von „Ursuppe und Diamanten" zu „Ursippe und Brillanten" zu gehen, scheiterten scheinbar, fanden aber über den Begriff der Zeit zu den zu ehrenden Schlaraffen. Auch Rt Mega-Bim betonte den absoluten Verlass auf die drei Geehrten. Den abschließenden Dank der vier Jubilare an das Reych formulierte Rt Sag-so-krates
* * *

Ein neues Kleinod in der Erlenburg
Der Anblick unseres bisherigen Ahallaschreines, der mittlerweile in die Jahre gekommen war, bedrückte unseren Rt. Glasido so sehr, dass er sich entschloss, das Erscheinungsbild der Frontansicht zu verschönern. Junker Hans erstellte einen Entwurf und beide waren sofort von dem Ergebnis begeistert. Nach entsprechenden Vorarbeiten, Vergrößerung des Entwurfes, Beschaffung von antikem, mundgeblasenem Farbglas aus Waldsassen, begann die Anfertigung der einzelnen Glasteile, wobei die Einzelstücke peinlich genau zugeschnitten sein mussten. Schließlich wurden all diese Teile mittels entsprechender Bleiprofile zusammengefügt und sorgsam verlötet, bevor das Ganze montiert werden konnte.
Die Darstellung zeigt Uhu, der seine Schwingen schützend und zugleich schelmisch über eine Schar kleinerer Figuren hält, deren Körper gemäß der Aussage: das Herz gehört dazu eine zentrale Herzform bilden. Der Farbkontrast Rot/Grün steht für die Gegensätzlichkeiten der Individuen, während Blau und Violett, die Farben der Inspiration, der Schönheit und der Kunst, Würde und Sehnsucht vermitteln. Die Strahlung des Uhu wird mit den Kontrastfarben Gelb/Violett symbolisiert und Rot/Weiß sind die Reychsfarben des hohen Reyches Am Erlenanger.
So darf nun dieser Uhu den Fechsern in der Rostra über die Schulter schauen, das linke Auge direkt auf den Thron gerichtet und wie mancher Schlaraffe vermutet, Luft holend um selbst mitzureden. Die Besucher fremder Reyche stehen begeistert vor diesem neuen Kleinod und erfreuen sich daran, besonders wenn sie auch ihre Reychsfarben gesucht und gefunden haben.
* * *

E.S. Waldkauz
Wer war der Ehrenschlaraffe des h.R. Am Erlenanger ?
Willi Hilpert, der Zeichner, Maler und Grafiker wurde am 18. August 1909 in Erlangen in einer alteingesessenen Familie mit hugenottischem Einschlag geboren.
Von 1928 bis 1930
erhielt er an der Staatsschule für Angewandte Kunst in Nürnberg seine
Ausbildung, mit dem Abschluss als akademischer Maler und Zeichner.
Studienaufenthalte in Frankreich, Holland und in der Schweiz rundeten seine
Ausbildung ab.
Von 1930 bis 1975
war er als wissenschaftlicher Zeichner und Maler an der Friedrich Alexander
Universität in Erlangen tätig. Von diesen, insgesamt 45 Jahren seines
Berufslebens verbrachte er 25 Jahre hauptsächlich im Bereich der Chirurgie,
sowie in der Anatomie und der Pathologie. Danach war er, bis zu seiner
Pensionierung, zwanzig Jahre lang in der Paläontologie tätig.
Neben seinem
Beruf entfaltete Willi Hilpert eine rege künstlerische Tätigkeit, die sein
selbstständiges, eigentliches Lebenswerk darstellt. Bevorzugte Themen waren fränkische,
speziell Erlanger Landschaften und Stadtmotive, Dorfbilder und Porträts. Seine
Arbeiten zeigte er vornehmlich in seiner Heimatstadt, u.a. in
Ausstellungen des Kunstvereins Erlangen, dessen Mitglied er bereits 1930 wurde.
Hier erwarb er sich nach dem zweiten Weltkrieg große Verdienste um das
Wiederaufleben des öffentlichen Kunstbetriebes in Erlangen. Dabei kam ihm das
ausgezeichnete Verhältnis zugute, das er zu den bei ihm zeitweise
einquartierten Offizieren der amerikanischen Besatzungsmacht hatte, und die ihn
bei seinen Bemühungen unterstützten.
Im Jahre 1949
wurde er von seinem schlaraffischen Paten Carl Scholl (unser Rt Schill) als späterer
Rt Waldkauz, in die Schlaraffia Am Erlenanger zur "Pflege von Kunst und
Humor unter Voraussetzung der Freundschaft" eingeführt, der er bis zu
seinem Tod als aktives Mitglied eng verbunden blieb.
Willi Hilpert
starb am 17.11.1986 in Erlangen an den Folgen eines Krebsleidens.
Stets in
Erinnerung wird in unserem Reych das künstlerische Werken unseres weiland Rt.
Waldkauz bleiben. So stammen doch einige Ritterwappen, einige Glasmalereien,
viele Schmierbuchfechsungen und eine große Menge Ahnen sowie der
Wilhelminen-Orden aus seiner künstlerischen Werkstatt.
Zur ausführlichen
Würdigung seiner Verdienste hat das hR Am Erlenanger, anlässlich seiner Erkürung
zum Ehrenschlaraffen, Texte und Bilder in einer Druckschrift zusammengefasst,
die für zehn Euro zu kaufen ist.